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Soko Friedhof Jesussaft


Wertung: (6/7) Monden

(Von Grafenwald / Gothic Empire)


Die Skandalband der Szene ist zurück! Soko Friedhof schaffen es erneut mit dem Album Jesussaft die Grenzen des guten Geschmacks zu überschreiten. Nach ihrer Best-Of CD im vergangenen Jahr ist es nun an der Zeit für David A. Line und seine Band mit neuem Material die Untiefen unserer Existenz auszuloten. Dabei zeigen Soko Friedhof diesmal eine erstaunliche Flexibilität und Vielfalt - intelligent gemachter Industrial, Electro und Darkwave mit Texten, die z.T. wirklich unter die Haut gehen. Wirken die ersten Songs wie Müllmann oder Jesussaft noch eher plakativ gewinnt dieses Album spätestens mit dem dritten Song "An einem Tag wie diesem" wirklich an Format und Substanz - ein Song der ein wenig an Oomph in besseren Zeiten erinnert und Hit-Potential aufweist. Überhaupt finden sich auf Jesussaft einige potentielle Hits. Allen voran sicher der Song Seltsam - der die finsteren sexuellen menschlichen Triebe auf ironische und zynische Weise darstellt. Und der Bonustrack "Ich hass alles & jeden", der Hass-Song des Jahres. Aber auch schönen ruhigen gar besinnlichen Klängen sind Soko Friedhof nicht verschlossen und präsentieren mit "Die Liebe kann schrein" und "Hexensommer" zwei wunderbare Songs. Alles in allem ist Jesussaft das bisher ausgereifteste und beste Album von Soko Friedhof. Absolut empfehlenswert! Anspieltips: An einem Tag wie diesem, Seltsam. Fazit: Album des Monats!