Rezensionen
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Superikone Zuckervater



Wertung: (7/7) Monden

(Believe Digital / Nova)


Superikone sind zurück und beleben mit dem Album "Zuckervater" das Electro Genre auf intelligente Art und Weise frisch und unverbraucht! Erfreulicherweise folgen sie dabei nicht den aktuellen Trends, sondern mischen einen munteren 90`er Jahre Electro/Synthpop Sound mit klarem unverzerrtem Gesang. Die Texte wie immer nachdenklich, kritisch und teils bitterböse reflektieren dabei die Welt, in der wir leben. "Paläste aus Katzengold" ist ein typischer Song des Albums. In einer dystopischen Welt, in der die Liebe gestorben ist, finden sich nur noch Paläste aus Katzengold. Es wird nach dem Verbleib der Zeit gefragt, in der wir mutig waren. Soundtechnisch ist Zuckervater ein brillantes Album geworden, dass alles bietet, was man von einem modernen Synthi Album erwartet. Druckvolle Bässe, klare teils verspielte Melodien und eine gehörige Portion Tanzbarkeit. Und mit dem Instrumentalstück "Himmelreich" befindet sich ein Song auf dem Album, der sich durchaus mit Klassikern wie "Pulsstar" von Hypnosis messen kann. Anspieltips: "Zuckervater (Futurepopmix)", "1-2-3 Fear", "Himmelreich". Fazit: Musik, die es wert ist in den Clubs gehört zu werden!



Minimal Kommando Electric Dreams



Wertung: (7/7) Monden

(Youtunez)


Electric Dreams heisst das neueste Album von Minimal Kommando - einem Musikprojekt aus Köln, das mit seinem retroorientierten Sound bereits für Aufmerksam gesorgt hat. Minimal Kommando lehnen strikt die Benutzung moderner Syntheziser ab und haben das neue Album wie auch ihre bisherigen Alben nur mit Keyboards aus den frühen 80`er Jahren aufgenommen. Bei ihrem bereits sechsten Album "Electric Dreams" ist es wieder der typische Sound aus experimenteller Elektronik und Avantgardimus, der überrascht. Mehr und mehr geben Minimal Kommando nun dem Gesang den Vorzug statt dem Einsatz ihrer reduzierten Sprachsamples. Lieder wie "Are You Silicon?" oder "I Like The Girls" sind dafür die besten Beispiele. Mit ihrem Eröffnungssong "Are You Silicon?" stellen Minimal Kommando die wesentliche Frage: "Sind wir oder werden wir alle zu Silikon?" Ein einfaches Sinnbild für die Veränderung unserer Gesellschaft und Umwelt, dem Hang des Menschen hin zur modernen Technik. Minimal Kommando lassen erneut den schrägen Sound der 80`er neu aufleben und müssen sich dabei nicht vor den alten "Meistern" des Genres verstecken. Anspieltips: "Are You Silicon?", "Live Your Life", "Do Not Consume", "This And That And Then". Fazit: Genial!


Darth Frogger Fun Gothic



Wertung: (6/7) Monden

(Musikladen)


Darth Frogger versuchen uns auf ihrem ersten Album "Fun Gothic" zu erklären, was dasselbige zu bedeuten hat. Ein neuer Musikstil? Provokant und gewagt kombiniert Darth Frogger minimalistische und elektronische Klänge mit deutschen einfachen Texten, die ein ums andere Mal an die Zeiten der Neuen Deutschen Welle erinnern. Definitiv ist der Humor in der schwarzen Musikszene in den letzten Jahren zu kurz gekommen. Nur wenige Projekte haben es gewagt sich damit zu beschäftigen. Umso spannender ist nun für mich "Darth Frogger" zu hören. Ein Lied wie "Auf dem Tisch steht ein ... " ja was wohl ein Atari! ist typisch für dieses konsequenz neben dem "guten" Geschmack liegenden Werkes. Kommt einem alles ein bisschen ähnlich vor wie Fraktus, hat aber durchaus eigenständige Elemente. Ich war von Darth Frogger sehr gut unterhalten! Freunde des satirischen abstraken Humors werden hier voll auf ihre Kosten kommen und ich weiss jetzt auch was Fun Gothic ist! Anspieltips: Ich zeig es Euch, Auf dem Tisch steht, Eine Mumie. Fazit: Frisch und unverbraucht!


Stromkonstante Tote Seelen



Wertung: (7/7) Monden

(Youtunez / Manufaktur)


"Stromkonstante" kommen aus Köln und zählen zu den hoffnungsvollen neuen Bands im Industrialbereich, die auch Mut zur Experimentierfreudigkeit beweisen. Mit ihrer Mischung aus Industrial, Noise und Cybergothic präsentieren die Kölner Elektroniker einen pulsierenden Sound, der definitiv für die Clubs und Tanzflächen geeignet ist. Lieder wie "Ellipse" oder "Systemmanipulator" sind geprägt von sich wiederholenden Soundsequenzen, die ein ums andere Mal mit harschen Beats oder atmosphärischen 1-Bit Klängen angereichert werden. Dabei sind Stromkonstante konsequent in dem was sie tun und liefern den perfekte Soundtrack für den Weltuntergang! Bei Liedern wie "Keine Gnade" oder "Schlafwandler" experimentiert die Band dann so richtig und dreht mit Freude an den Reglern, das es jedem Electrofan die Tränen vor Freude in die Augen treibt. Bei diesem Sound muss man einfach die Anlage aufdrehen! Anspieltips: "Ellipse", "Keine Gnade", "Seelenaas". Fazit: Wow!


The Dark Unspoken Beyond Your Control



Wertung: (7/7) Monden

(Echozone / Bob Media)


Die Dark Electro Band The Dark Unspoken hat in den letzten Jahren bereits mit ihren Veröffentlichungen für einiges Aufsehen gesorgt. Nun folgt mit dem neuen Album "Beyond Your Control" ein weiteres Kapitel der Bandgeschichte. Gleich der erste Song des Album überzeugt durch seine verträumt rhytmischen Strukturen. "Life Cycle" ist das perfekte Intro für das zweite Lied "Back Back Back", bei dem deutlich die 80`er Jahre zu hören sind und der wohl zum heimlichen Clubhit des Album avancieren kann. Düstere elektronische Frequenzen bieten einen doomigen Soundteppich für den verklärt echolastigen und effektüberladenene Gesang, den dieses Lied einfach haben muss. Erinnerungen an Visage oder Fad Gadget werden wach, doch lassen sich The Dark Unspoken nicht darauf beschränken und zeigen mit dem ebm-lastigen "Breaktrough" und dem synthi-pop orientierten "Enough Is Enough" dann die gesamt Bandbreite ihrer Schaffenskunst. Dabei wirkt "Beyond your Control" ein ums andere Mal wie ein Konzeptalbum. Tiefer gehende Fragen nach dem Sinn der Existenz, die zumindest am Anfang ausserhalb der eigenen Kontrolle liegt ("Beyond Your Control") werden geschickt in synthezierte Beats verpackt. Das Album ein wunderbar dunkles elektronisches kleines Meisterwerk und für The Dark Unspoken eine ausgewöhnliche Weiterentwicklung. Anspieltips: Back Back Back, Beyond Your Control. Fazit: Bestnoten!


The Eternal Afflict Birth Life Death



Wertung: (7/7) Monden

(Prussia)


The Eternal Afflict - wer kennt nicht den genialen Song "San Diego" der Kultelectro-Formation aus den 90`er Jahren. Dieses Lied hat mich seinerzeit fasziniert, auch ich habe darauf getanzt, wie so viele andere auch und noch heute höre ich gerne wehmühtig diesen Klassiker und denke an früher. Doch The Eternal Afflict gibt es immer noch! Mittlerweile feiert die Band ihr 25-jähriges Bestehen. Anfang des Jahres erschien bereits die EP "Perish!" als gelungener Vorgeschmack zum neuen Album "Birth Life Death". Schon "Perish!" sorgte für ein Aufhorchen in der Electro/Gothic/Darkwave Szene. War dieser Song doch genau das, was der durch FuturePop/ Aggrotech/Noise und sonstigen Genre musikalisch aufgeweichten Szene seit langem fehlte. Nachdenkliche gefühlvolle emotionale Lieder, die Spass zum Tanzen machen und gleichzeitig etwas Inneres in einem ansprechen. The Eternal Affflict sind immer noch düster und transponieren mit ihrem depressiven elektronischen Endzeitsound das Lebensgefühl der 90`er Jahre in die Jetztzeit. "There`s no hope at all!" eine Kernaussage des Liedes Perish! könnte es nicht treffender beschreiben. Winus Rilinger, Per Anders Kurenbach und Andre Kampmann (aka CYAN) zeigen, daß Altern nicht Tristesse und Stillstand bedeutet. In Liedern wie "Through Barricades", " These Demons" oder "Human Remains" beleuchtet die Band die Irrungen und Wirrungen des menschlichen Lebens und setzt sich mit ihren eigenen inneren Dämonen auseinander. "Birth Life Death" klingt nicht nur nach einem moderen Electroalbum, es ist ein modernes Electroalbum! Es gibt gleich mehrere Gründe, warum sich diese Veröffentlichung wohltuend von vielen anderen schnellen Produktionen der Szene abhebt. Doch der wichtigste ist sicher, dass der unverwechselbare Sound des Trios, die ausgefeilten Arrangements und die Vielfalt der eingesetzten Samples. Man merkt "Birth Life Death" einfach an, wie sehr die Band in dieses Album Zeit investiert hat und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Anspieltips: " These Demons", "Human Remains", "Perish!" und "D.N.S.". Fazit: Prädikat besonders wertvoll!


Wumpscut Bulwark Bazooka



Wertung: (7/7) Monden

(Betonkopf Media)


Die Jahre vergehen, viele musikalische Veränderungen gab es in der von Bands mittlerweile hartumkämpften Electro / Industialszene. Doch eines bleibt immer gleich: Wumpscut! Rudy Ratzinger hat es mit Wumpscut geschafft mehr als ein Vierteljahrhundert lang düstere elektronische Musik zu veröffentlichen, die einen bleibenden Wert hat! Substanz und Inhalt standen hier schon immer im Vordergrund mit Songtexten, die tief die menschliche Psyche und ihre Verhaltensweisen durchleuchteten. Ein ums andere Mal regten die Songtexte zum Nachdenken an und oder auch zum Aufregen. Das neue Album Bulwark Bazooka ist wieder ein solches geworden. Wummernde verzerrte Beats und stakkatoartige Electronic treffen auf sanftmütige synthetiziernde Klangteppiche. Wumpscut erfinden sich auf Bulwark Bazooka nicht neu, aber bieten immer noch den feinen düsteren und dreckigen Sound, den man an ihnen so gern hat. Songs wie "Rubber Corpse" oder "Atrocity Dancer" sind unmissverständliche Anspielungen an die schwarze Szene, der Wumpcut in gekonnt ironischer Manier den Spiegel vorhält. Das Cover des neuen Albums ist ebenso dementsprechend geraten und knüpft optisch an "Women And Satan First" an. Bulwark Bazooka ist nicht nur für Wumspcut ein wichtiges Album, sondern für die gesamte Electro/industrialszene eine Art Wegbestimmung, vielleicht ein sogar ein hoffnungsvoller Neuanfang, denn dieser Electrosound ist mehr als gelungen. Anspieltips: "Rubber Corpse", "Cross Of Iron", "Atrocity Dancer". Fazit: Wow!


Industriegebiet Wer schön sein will muss sterben



Wertung: (6/7) Monden

(Körperschall)


Industriegebiet sind gewohnt provokant und nehmen auch auf ihrem neuen Album "Wer schön sein will muss sterben" kein Blatt vorm Mund. Nach ihrem Debütalbum "Hodenkapsel", das in der Clubszene für viel Aufsehen sorgte folgt nun das neue Album, welches sich wieder durch harte Industrialbeats, groovige Basslines und effektvolle Sounds auszeichnet. Dabei ist die Band stets am Puls der Zeit und zeigt mit Liedern wie "Gott hat Urlaub", "Kriegskind" oder "Hör Dir nicht diesen Song an" zum Teil bitterböse Ironie. Die Samples sind eine Zusammensetzung aus dem typischen Industriegebiethumor und brandaktuellen Geschehnissen in der Welt auf die Industriegebiet aufmerksam machen möchte. Letztlich zeigt uns Industriegebiet, das unsere Welt in der wir leben mittlerweile mehr ein Industriegebiet ist als normaler Lebensraum. Industrial also mit einer gehörigen Portion Sozialkritik! Den Höhepunkt hat dieses Album in einer gelungene Coverversion des Kraftwerk Klassikers "Die Roboter". Mechanisch und hart klingt diese Version unglaublich zeitgemäß. Anspruchsvoll und tanzbar zugleich! Die Platte wird den Weg in die Clubs mit Leichtigkeit finden! Anspieltips: "Erniedrigung", "Herzblut", "Die Roboter". Fazit: Let`s dance!


Herzparasit Fromme Lämmer



Wertung: (6/7) Monden

(Echozone / Bob Media)


Der Sound von Herzparasit bewegt sich zwischen Metal, Rock, Gothic und Industrial. Deutschsprachige inhaltschwere Lieder wie "Alphatier", "Angst fängt dich" oder "Dein Herz verliert" wecken Erinnerungen an Bands aus dem Bereich "Neue Deutsche Härte", doch scheinen Herzparasit keine Epigonen dieser Musikrichtung zu sein sondern widmen sich vielmehr einer Neuinterpretation dieses Genres. Sowohl thematisch wie auch optisch sind Herzparasit anders und bezeichnen ihre Musik denn auch als "Deutschen Herz-Industrialmetal". Dunkle Sounds und nicht minder dunkle Texte kombiniert das Duo aus El Toro und Ric-Q mit kraftvollen elektronischen Tönen. Ein typisches Lied für Herzparasit auf ihrem Debüalbum "Fromme Lämmer" ist sicher "Rattenloch" - quälend und bedrückend zugleich hält uns Herzparasit den Spiegel vor und zeigt uns die verletzlichen Seiten unseren Lebens. Die Texte handeln von Entfremdung, Sprachlosigkeit, Vergänglichkeit und Angst vor dem Verfall. Beste schwarze Szenethemen also mit denen Herzparasit auf den Spuren von Unheilig, Rammstein, Eisbrecher und Oomph wandeln. Man darf gespannt sein wie "Fromme Lämmer" bei den Hörer ankommen wird. Für uns sind sie auf jeden Fall einer besten neuen Acts dieses Jahres! Fazit: Top-Newcomer!


The Arch Engine In Void



Wertung: (6/7) Monden

(Echozone / Bob Media)


Nach mehr als 20 Jahren Bandgeschichte erscheint in diesen Tagen das neue Album der Kultband The Arch. Unvergessen ist immer noch ihr Hit "Babsi ist tot", der auch heute noch auf keiner guten 80`er Jahre Darkparty fehlen darf. Mit "Engine in Void" feiert die Band nun ihr Comeback mit einem für The Arch ganz typischen Sound aus Indie, Wave, Electro und Postpunk. Moderner denn je klingt das was die 12 Songs dieses Albums bieten. Mal melancholisch, mal verträumt oder einfach nur schön anzuhören sind diese wirklich gelungenen Waveperlen wie etwa "Seminary" oder "Individuals". The Arch gelingt es komplexen melodische Songs voller Atmosphäre zu schreiben, die ihrem Grundton immer von einer dunklen Grundstimmung bestimmt sind. Die Texte Band werfen zudem ein ums andere Mal mehr Fragen auf, als das sie Antworten geben. Lieder wie "Let It Beat Us" oder "In Silence" stimmen nachdenklich. Der Band gelingt mit dem Album "Engine In Void" mühelos der Sprung ins zweite Jahrzehnt des 21.Jahrhunderts. Anspieltips: "Individuals", "Seminary". Fazit: Mehr davon!


Dr. Arthur Krause Solutions



Wertung: (6/7) Monden

(Echozone / Bob Media)


Da sind sie wieder. Der Doktor und seine Mannen sind zurück um das Land mit dunklen Klängen zu rocken. Dr. Arthur Krause zählte schon immer zu meinen heimlichen Favoriten im Gothic-Wave-Rock Bereich. Ihr neues Album "Solutions" ist denn wieder auch ein typisches Album des Genre und bietet stilgerecht bestes Dark Entertainment. Anfangen hatte seinerzeit alles als Ein-Mann Electronic Projekt in der Gothic-Electro Szene, doch diese Zeiten sind lange vorbei und heute ist Dr.Arthur Krause ein richtige Gothic-Rock Band! Und so klingen die retroorientieren Lieder des Albums inspiriert von Bands wie Joy Division, The Sisters Of Mercy, U2 und Depeche Mode. Sicherlich hätte das Album "Solutions" auch schon in den 80`er Jahren veröffentlicht werden können - die Bindung der Band an diese Zeit wird ein ums andere Mal deutlich. Aber Dr. Arthur Krause zeigen eben auch, dass dieser Sound nicht nur eine musikalische Stilblüte war, sondern auch heute noch aktuell ist. Und so rockt es düster und gewaltig bei Liedern wie "Torture", "Under Silver Moon" und "Overdose". Solutions ist - man muss es sagen - das bisher beste Album von Dr.Arthur Krause. Fazit: Dark, Darker!


The Knutz Ghost Dance Party



Wertung: (6/7) Monden

(afmusic / TS-musix)


Den guten alten Deathrock / Goth Rock lassen The Knutz mit ihrem neuen Album "Ghost Dance Party" wieder aufleben. Die 4 jungen Brasilianer Daniel (Gitarre und Gesang), Tiago Abud (Bass und Gesang), Airton Silva (Drums) und Cezare (Keyboards) sind der beste Beweis dafür, dass Gothicrock mittlerweile ein weltumspannender Musikstil ist, der sich auch in Brasilien großer Beliebtheit erfreut. Mit ihrem Debüt "Ghost Dance Party" stehen The Knutz anderen Klassikern der Gothicszene in nichts nach. Das Album ist soundtechnisch perfekt und atmosphärisch düster wie man es von einem Album, das einen solchen Albumtitel hat auch erwarten kann. Die elf Songs des Albums sind energiegeladen und gehen ein ums andere Mal ein wenig in Richtung Punk - bleiben aber dennoch den Deathrock Wurzeln treu. Auf dem Album finden sich neben Songs die richtig abgehen wie der Song "Ice" auch ruhige melancholische Stücke wie "You Are The Wonder". Mit ihrem melodischem Sound bringen The Knutz frischen Wind in die morschen Knochen der Deathrockszene. Eine Band, die in die zurecht große Hoffnungen gesetzt werden kann. Fazit: Geheimtip!


Zartbitter 16 Richtung Zukunft



Wertung: (6/7) Monden

(Intrapop)


Bei Zartbitter 16 handelt es sich um ein neues Electropop Projekt von Jens Plöger. Nach der Trennung von Dynamic Masters im Jahr 2009 gründete der ehemalige Sänger und Bandleader zusammen mit Silke Kujath dieses neue Duo. Futuristisch anmutende Electropop Lieder mit einer guten Prise 80`er und frühen 90`er Sound finden sich auf dieser ausgesprochen interessanten CD. Lieder wie "Astronautentraum", "Die Maschinerie" oder "Land der Medien" sind verspielt melodische Hymnen, die eingängig und dennoch voller Inhalt sind. Der Titel des Albums "Richtung Zukunft" ist sicher sehr gut gewählt, handelt doch das ganze Album von zukunftsorientieren Themen. Der moderne Mensch und seiner Beziehung zur Technik wird hier kritisch hinterfragt. So heißt es etwa in dem Lied "Die Maschinerie" in einer Textpassage "streu Sand ins Getriebe der Maschinerie" und bietet viel Raum zum Nachdenken über sich und wo man selber in der heutigen technisierten Welt steht. Zartbitter 16 schaffen hier ein Album, das intelligent und elektronisch ist und damit an frühe Electro-Pioniere wie etwa Der Liederkranz anknüpft. Anspieltips: "Die Maschinerie", "Land der Medien". Fazit: Sehr zu empfehlen.


Lolita Komplex Le Cabaret des Marionnettes



Wertung: (7/7) Monden

(Echozone / Sony Music)


Lolita Komplex gibt es erst seit 3 Jahren und trotzdem hat diese Band schon eine große Fangemeinde. Im Jahr 2008 wurde die Band gegründet von Eve Evangel (früher Sanguis et Cinis). Schnell waren weitere Mitstreiter wie Dushi, Emil, Kabel und Nana gefunden. Vor allem Nana stand für die neue Band symbolhaft, denn als junge Halbasiatin entsprach sie dem Lolita Image, das für Band mit namensgebend war. In ihren Songs fusionieren Lolita Komplex westliche und fernöstliche Elemente miteinander und erschaffen einen dunklen Sound, der Metal, Gothic, Rock und Punkelemente enthält. Auf ihrem neuen Album "Le Cabaret des Marionnettes" gibt sich die Band sehr international und singt gleich in vier verschiedenen Sprachen Englisch, Deutsch, Französisch und Japanisch. In ihren Lieder wie "Your Misery", "Dollhouse" oder "Dance With Me" zeigen Lolita Komplex gewiss dekante Attitüden, die ihrem optisch extravaganten Auftreten entsprechen. Trennt man die Show von der Musik und bewertet nur diese, muss man sagen, dass Lolita Komplex sicher nicht die Musik neu erfunden haben, aber gekonnt bisheriges neu interpretieren. Und das, was sie machen hört sich hammergeil an! So gesehen scheint Lolita Komplex eine der großen Hoffnungen für die schwarze Szene zu sein. Man darf gespannt sein, was diese Band noch alles tun wird. Anspieltips: "Dollhouse", "Dance With Me". Fazit: LolitaGoth Rock vom Feinsten!


Vendemmian One In A Million



Wertung: (7/7) Monden

(Echozone)


Vendemmian sind heute schon fast eine Legende in der Gothicszene. Seit fast 20 Jahren existiert die ursprünglich in England beheimatete Band, die 9 Jahre lang pausierten bevor sie 2008 ihr Comeback feierten. "One In A Million" ist der Titel ihres brandneuen Albums. Und wieder sind es die wunderschönen zeitlosen Melodien, mit denen Vendemmian immer noch ihren Songs Leben einhauchen. Ein klassisches Gothicrock Album, das Wave und Punkelemente gekonnt miteinander mixt. 10 Lieder finden sich auf diesem Album, das von der er bis zur letzten Sekunde fesselt. Vendemmian sind der beste Beweis dafür, dass die Gothicrock-Szene derzeit wiederauflebt und wie Vendemmian ein Comeback feiert. Sänger Mark Douglas gibt auf diesem Album alles, vom gefühlvollen Interpreten bis hin zum mitreissenden Protagonisten. Und auch sein Mitstreiter Vendemmian Dave läßt geschickt die Gitarre erklingen. Trotz des Alters der Band, klingt der Sound von "One On A Million" keineswegs retroorientiert, sondern relativ modern. Hier hat eine Band ein Album geschrieben für sich aber auch für ihre Fans. Lieder wie "Hollow Inside", "Shine On" oder "I`m Falling" sprechen dem ein oder anderen Homo Gothicus sicher voll und ganz aus der schwarzen Seele. Fazit: Genial!



Leichenwetter Zeitmaschine



Wertung: (7/7) Monden

(Echozone)


Leichenwetter blicken mittlerweile zurück auf eine lange und ergiebige Bandgeschichte, die bis heute vier Alben hervorbrachte. Zeit also für die Düsterrocker das Vergangene einmal aufzuarbeiten. Was liegt da näher als dies in Form einer Best-Of Compilation zu tun? Auf "Zeitmaschine" finden sich nun die bisher besten Songs dieser großartigen Rockband und zwar der Alben "Klage" und "Letzte Worte", die sich hier dem lyrischen Werk der deutschen Denker und Dichter der letzten Jahrhunderte bedienen. Mit Texten von Gottfried August Bürger, Heinrich Heine, Georg Heym, Else Lasker-Schüler oder Hermann Hesse bietet Zeitmaschine einen wunderbaren literarischen Rückblick. Ein ums andere Mal ist man doch verwundert, dass die Texte so gut zu der Musik von Leichenwetter passen, als ob sie selber von ihnen stammen würden - da darf dann natürlich auch nicht Leichenwetters größter Hit "Schwanenlied" fehlen - ein Song der immer noch auf jeder guten Mittelalterrockparty gerne gespielt wird. Es sind die melancholisch dunklen Klänge, die von Tod, Leben und Liebe handeln, die Leichenwetter so reizvoll machen. Ohne diese Band würde sicher etwas in der schwarzen Musiklandschaft der letzten Jahren gefehlt haben. Anspieltips: Schwanenlied, Altes Lied, Klage. Fazit: Nur das Beste!


The Spiritual Bat Cruel Machine



Wertung: (6/7) Monden

(Danse Macabre)


Mit 13 neuen Liedern und dem Album "Cruel Machine" kehren The Spitual Bat dieser Tage zurück ins Rampenlicht. Die italienische Gothic Band - ursprünglich aus The Spiritual Bats hervorgegangen - bietet auf diesem Album wieder einen unverwechselbaren Sound aus Deathrock, Batcave und Gothic. Das Duo aus Dario Passamonti (Music) und Rosetta Garri (Lyrics) schafft hier einige ganz wunderbare zeitlose Gothichymnen - allen voran der Titelsong "Cruel Machine" und "Tormented Body". Nach ihrem letzten Album "Through The Shadows" hat die Band mit "Cruel Machine" ein Album geschaffen, das von Anfang bis Ende überzeugt und voll und ganz die schwarzen Seiten in jedem von uns zum Klingen bringt. Soundtechnisch schaffte es die Band zudem ihren ohnehin eigenständigen Sound noch unverwechselbarer zu machen. In Liedern wie "Once Upon A Time" oder "Crucifixion" ist das gut zu hören. Alles in allem ist das zweite Album der Band wirklich ein überzeugendes und solides Werk geworden! Anspieltips: "Cruel Machine", "Thunderstorm". Fazit: Einfach nur schön!


Andreas Gross Autumn Inventors



Wertung: (6/7) Monden

(Echozone)


Andreas Gross ist in diesen Tagen wohl einer der produktivsten Songschreiber. Mit "Autumn Inventors" veröffentlicht der Musiker jetzt sein neues Album, und bereichtert sein eigenes musikalisches Universum erneut. Es sind immer noch die ruhigen und besinnliche Klänge, die Andreas Gross mit viel Gefühl auf diesem Album zum Ausdruck bringt. Mit Unterstützung der Sängerinnen Tabitha Anders und Swenja Schneider erschafft Gross mit einem mittlerweile erweiteren Line-Up seiner Band grosse Momente voller Melancholie. Ein solcher Song etwa ist "Ashaver" geschrieben von Andreas Gross und Thomas Stumpf, der hier auch als Gitarrist mit dabei ist. Viele Lieder auf dem Album klingen romantisch und verträumt, aber nicht klischeehaft sondern einfach authentisch in sich selbst. Geheimnisvolle Melodien, die aus einer anderen Welt zu stammen scheinen, die zum träumen anregen. Ein wahres Kleinod der Stille. Zusätzlich zu den 10 regulären Songs des Albums gibt es zudem auf dem Album noch vier Liveaufnahmen, darunter das brilliante "Hail To The Employee" in einer sehr gelungenen Version. Fazit: Mehr davon!


Christine Plays Viola Innocent Awareness



Wertung: (6/7) Monden

(afmusic)


Christine Plays Viola sind in ihrer Heimat Italien bereits gefeierte Newcomer. 2008 wurde die Band von drei musikalisch interessierten Jungs in Pratola Peligna gegründet. Relativ schnell gelang es der Band mit diversen Demos und selbstproduzierten EPs auf sich und ihren Goth Rock, Darkwave und Post Punk Sound aufmerksam zu machen. Die Songs von Christine Plays Viola sind geprägt von Melancholie und einem elegischem Sound, der sehr düster ist. Lieder wie "Swallowed Cold Insanity", "Witch Of Silence" oder "Permutations" leben von ihren dunklen Momenten und ihrem aufrüttelnden Sound. Vergleichbar emotional denkt man da an Bands wie The Cure oder Joy Division. Bei Christine Plays Viola entwickelt sich ein Song im Laufe seiner Dauer, steigert sich oftmals erst zum Schluß des Songs. "Albatross" ist ein solches Lied, das voller nachhaltiger Gedanken zu sein scheint und sehr gut die melancholische Aura der Band einfängt. Das Post Punk / Goth Rock Genre feiert derzeit ein großes Comeback und Christine Plays Viola sind sicher ein Teil davon. Diese Band so scheint es, hat noch viel mehr dunkle Geschichten zu erzählen. Wir sind sehr gespannt, was man von dieser Band noch alles erwarten kann. Anspieltips: "Witch Of Silence", "Albatross". Fazit: Tolle Newcomer!


!distain on!off



Wertung: (5/7) Monden

(Echozone / Sony Music)


Nachdem !distain sich im vergangenen Jahr eindrucksvoll zurückgemeldet haben mit ihrem Doppelalbum "Anthology 1992-2010" folgt nun das brandneue Album des Duos "On/Off". "On/Off" ist das bereits sechste Album von !distain und man muß sagen: es hat sich nicht viel verändert. !distain machen genau das, was man von Ihnen kennt: beste Synthi-Tanzmucke. Ihre elektronischen Musikkompositionen sind leicht eingängig und lassen immer den Fuß ein wenig mitwippen. Insgesamt finden sich 12 Songs auf dem Album, darunter ein recht gängiger Clubremix von "Mein Weg", dem wohl nachdenklichsten Lied dieses Albums, bei dem Elektrostaub mitgewirkt haben. Das Duo aus Manfred Thomaser und Alexander Braun beschäftigt sich auf ihrem Album "On/Off" mit den alltäglichen Gegensätzen im menschlichen Zusammenleben mit denen jeder von uns sich immer konfrontiert sieht. Egal ob Liebe oder Hass, Glück oder Trauer, Kopf oder Zahl - alle diese Gegensätze bestimmen uns und unser Sein. Alles in allem ist es !distain gelungen mit "On/Off" ein solides durchdachtes Electro/Synthi-Pop Album zu produzieren, das sicher seine Fans finden wird. Anspieltips: "100%", "Mein Weg". Fazit: Reinhören.


Der Klinke Square Moon



Wertung: (7/7) Monden

(Echozone)


Die belgische Band "Der Klinke" veröffentlichen dieser Tage ihr Album "Square Moon". Die Band ist musikalisch angesiedelt im klassischen New-Wave/Cold-Electro Bereich und hat ein elektronisches Album produziert, das dunkle und atmosphärisch düstere Club-Tracks enthält, von denen eine hypnotisierende Wirkung ausgeht. Lieder wie "Square Moon" oder "3 AM" haben diese besondere Wirkung. Der Klinke experimentieren gerne und viel mit Sounds, und verwenden in ihren Songs auch die guten alten analogen Industrialsounds mal wieder. Das ist sehr erfrischend und hört sich zugleich wirklich eigenständig an. Der beste Electro kommt halt immer noch aus Belgien, und wenn man sich die zahlreichen Bands ansieht, die dieses Land in den vergangenen Jahr hervorbrachte muss man sagen, dass Der Klinke diesen in nichts nachsteht. "Der Klinke" haben mit diesem wirklich eindrucksvoll gut gemachten Album die Chance relativ schnell einen Kultstatus zu bekommen. Unterstützung bekommen Der Klinke auf diesem Album bei dem Song "Where It All Ends". Kein geringerer als der charismatische Sänger von The Arch CUVG unterstützt hier die Band. Eine Band, von der man hoffen kann, dass sie noch viel kreative Ideen haben und umsetzten wird. Anspieltips: "Square Moon", "Clear Mind". Fazit: Geil!



Eden Weint Im Grab Geysterstunde I



Wertung: (7/7) Monden

(Wintersolitude / Danse Macabre)


Die Welt rätselhafter Mysterien ist es die Eden Weint Im Grab seit langem beschäftigt. Auf ihrem mittlerweile vierten Album "Geysterstunde I - Ein poetisches Spektakel zu Mitternacht" gelingt es der Band tief hinab in die düsteren Gefilden menschlicher Ängste zu blicken. Eden Weint Im Grab erschafft hier ein Kaleidoskop aus verschiedensten skurrilen Elementen und würzen damit gekonnt ihren düsteren Dark Metal. Am besten kann man das wohl so beschreiben: Man befindet sich an einem unheimlich gar dunklen Ort, der ein Jahrmarkt sein könnte - der jedoch nicht etwa der Belustigung sondern der zur Schaustellung des undefinierbaren Grauens dient - ein wahres Gruselkabinett! Je länger man dieses Album hört, umso tiefer wird man in diese unwirkliche Welt hineingezogen. Erfreulicherweise ist Geysterstunde I von den Texten her ein durch und durch deutschsprachiges Album, das relativ anspruchsvoll und unterhaltsam auf seine Art sein kann. Lieder wie "Moritat des Leierkastenmanns", "Ein Requiem in Sepia" oder "Nautilus" zeichnen sich zudem aus durch wunderbar schön depressiv düstere Melodien. Für manche Freunde düsterer Klänge dürfte Geysterstunde I sicher eine Offenbarung sein. Definitiv ist aber dies das beste, was man bisher von Eden Weint Im Grab hören konnte. Die Band um Alexander Paul Blake schafft hier ein kleines feines Meisterwerk des Morbiden. Anspieltips: "Ein Requiem In Sepia", "Armee der Wiedergänger". Fazit: Album des Monats.



Lotus Feed A Different Place



Wertung: (7/7) Monden

(Afmusic)


Fast 15 Jahre dauerte es bevor das erste Album der Waverockband Lotus Feed nun endlich erscheint. Ein Album bei dessen Hören man unweigerlich in eine Zeit zurückversetzt wird, in der handgemachte Musik noch üblich war. Mit viel Wave und noch mehr Rock erschaffen Lotus Feed auf diesem Longplayer gitarrenlastige schwermütige Songs, die das Herz eines jeden Alt- und Jungwavers berühren werden. Bereits der erste Songs "Trouble" bietet einen druckvollen nachhaltigen Rocksound, der so auch locker in den 80`ern hätte veröffentlicht werden können. Ob düster depressiv verspielt ("She Runs") oder schräg wavig ("Drawn Too") - Lotus Feed erschaffen auf ihrem Debüt eine enorme Bandbreite dessen, was im Rockbereich heute noch möglich ist. Gerade der Song "Drawn Too" hat zudem wahre Ausnahmequalitäten und wirkt zeitlos genial - der heimliche Hit des Albums! Mit "A Different Place" zeigen Lotus Feed eindrucksvoll, dass sich Warten lohnen kann. Ein musikalisch wie optisch wunderbares Stück Musikgeschichte. Anspieltips: "Drawn Too", "Get Me Out". Fazit: Rock on!



EGOamp Welcome to the Cabinet



Wertung: (7/7) Monden

(Ionium / afmusic)


"Etwas aufregendes wird geschehen" - so sieht es bei EGOamp dieser Tage definitiv aus, denn mit ihrem neuen Longplayer "Welcome to the Cabinet" ist die Band derzeit in aller Munde. Selten war eine Electroveröffentlichung so herbeigesehnt worden wie dieser Longplayer. Thematisch ist "Welcome To The Cabinet" beeinfusst von der Zeit der frühen 20`er Jahre des letzten Jahrhunderts und vor allem des Stummfilms, der in jenen Tagen seine ersten große Erfolge feierte. Allen voran ist hier sicher "Das Kabinett des Dr. Caligari" zu nennen, ein Film, der den klassischen Horrorfilm etablierte. Der Song "The Cabinet" war für EGOamp bereits im letzten Jahr in diversen schwarzen Szenediscos ein Clubhit. Obwohl eine Coverversion der britischen Band "Das Kabinette", weiß diese Neuinterpretation des New Wave Klassikers vollauf zu überzeugen. Stark auch der Song "The Carnival", der wohl zu dem neuen Clubhit der Band werden könnte. EGOamp bieten besten Electrosound und klingen auf "Welcome To The Cabinet" sehr frisch und modern. Verschiedene Stile und Stilformen finden in den Sound der Band und schaffen so eine interessante Mischung. Für ein Debüt ist "Welcome To The Cabinet" wirklich herausragend und dürfte bald schon viele neue Fans gewinnen. Absolut clubtauglich und ein wahrer Hammer! Anspieltips: "The Carnival", "The Cabinet", "We Are Freaks". Fazit: Genial!



Lydia Lunch 13.13



Wertung: (7/7) Monden

(Harmonia Mundi / Maquismusic)


Lange Zeit hörte man von Lydia Lunch nichts mehr. Mit "13.13" erscheint nun ein Relikt der Künstlerin, längst vergessene Aufnahmen aus dem Jahre 1981. Das Label Le Son Du Maquis / Maquismusic hat sich zusammen mit dem Vertrieb Harmonia Mundi der Wiederveröffentlichung dieser mittlerweile extrem raren Platte der Künstlerin aus dem Jahre 1982 angenommen. Ursprünglich bei Line/OutLine RECORDS als LP erschienen war "13.13" lange Zeit nur bei diversen Auktionshäusern nur zu Höchstpreisen erhältlich . Die digital remasterte Version von "13.13" bietet gegenüber dem Original einen fantastisch brillianten Klang. Klassiker wie "Stares To Nowhere", "Snakepit" oder "Dance Of The Dead Children" werden so wieder lebendig und klingen düsterer und atmosphärischer denn je. Sicher wird Lydia Lunch mit diesem Rerelease viele neue Fans ansprechen, die zu der Zeit, als dieses Album erschien noch nicht geboren waren. "13.13" ist so gesehen eine wunderbare Reise zurück in vergangene Zeiten und die Ursprünge dessen, was später einmal als Gothic & Deathrock bezeichnet wurde. Anspieltips: "Dance Of The Dead Children". Fazit: Prädikat besonders wertvoll!



No:Carrier Between The Chairs



Wertung: (6/7) Monden

(Electric Heresy)


Nach einer längeren Pause melden sich No:Carrier zurück und wieder ist es die ausgewogene Mischung zwischen Pop, Electro und Wave, die No:Carrier ihren unverwechselbaren Sound beschert. Vieles, was auf ihrem neuen Album "Between The Chairs" zu hören ist, klingt irgendwie vertraut - warme Sounds voller Melancholie und Emotionen finden sich hier. Christian Wirsig und Cynthia Wechselberger haben sich zurecht einige Jahre Zeit gelassen mit dieser Veröffentlichung, die wieder voller schöner Melodien und anspruchsvollen Texten ist. Mit Lieder wie "Casting The First Stone" und "Cask Of Wonders" gelingt es der Band recht ordentliche cluborientierte Musik zu produzieren. No:Carrier scheinen bei dem neuen Album offen wie nie für neue musikalische Einflüsse - so finden sich experimentelle frische Sounds in allen Liedern. Gerade Lieder wie das philosophische "Jerusalem Upon Your Palm" oder das tief melancholische "The Way You Laughed" geben zudem einen intensiven Einblick in die ruhigeren Seiten der Band. "Between The Chairs" ist eine Art Bestandsaufnahme - ein Querschnitt aus dem musikalischen Schaffen der letzten acht Jahre, die auch einige Onlineveröffentlichungen berücksichtigt. Ein Album, das überzeugt und sicher noch mehrfach im CD-Player laufen wird. Anspieltips: Casting The First Stone, Cask Of Wonders. Fazit: Gelungenes Comeback.



No More 7 Years - A Compilation 1979 / 1986



Wertung: (7/7) Monden

(Echozone / Intergroove)


Die Geschichte von No More ist eine typische Bandgeschichte, wie sie so oft vorkommt. Man kommt als Band zusammen, geht einen langen gemeinsamen Weg und erschafft in dieser Zeit Lieder, die Spuren hinterlassen. No More haben dies sicher getan und nicht zuletzt ihr Klassiker "Suicide Commando" ist heute immer noch ein Kultsong, der auf keiner guten Gothic/Batcave/80`er Party fehlt. Nach dem die Band 1986 nach sieben Jahren getrennte Wege ging, fand man 25 Jahre später wieder zusammen zu einem erstaunlichen Comeback und arbeitet heute wieder an neuen Songs. 2006 erschien mit "Remake/Remodel" ein Album mit überarbeiteten Versionen ihrer größten Hits inklusive einer umfangreichen Remixsammlung von ihrem Hit "Suicide Commano". Doch nichts geht über das Original und die ursprünglichen Lieder und so finden sich auf dieser Best-Of "7 Years - A Compilation 1979-1986" die wirklich interessantesten Songs von No More aus den Jahren 1979 bis 1986. Es handelt sich um Songs, die fast schon als verschollen galten, von Alben die nur schwer oder so gar nicht mehr erhältlich sind - Originalaufnahmen von Too Late Records, Wishbone Records oder den legendären Roof Music. "Dim The Lights", "I Still Bear The Scars", "Golden Games" "Do You Dream Of Angels in Big Cities", "Waiting For The Man" - allesamt Klassiker. Fazit: Prädikat besonders wertvoll!