Rebentisch
Herz zerrissen
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Wertung: (5/7) Monden
(af-music / Danse Macabre / Alive) |
Rebentisch ist vielen mittlerweile ein Begriff für guten deutschsprachigen Wave.
Die Berliner Band um Sänger und Mastermind Sven Rebentisch veröffentlicht
dieser Tage ihr neuestes Werk "Herz zerrissen" - ein wunderschönes Album mit
Tiefgang und emotionalen Höhepunkten wie schon frühere Werke der Band.
Ruhige wavige Balladen, die zum träumen anregen, mitunter nachdenklich
stimmen, mitunter aber auch Angst einflössen, obgleich der finsteren Gedanken
Rebentischs. "Herz zerrissen" erinnert musikalisch an die 80`er Jahre des vergangenen
Jahrhunderts, an die Zeit, in der der Wave und später der Darkwave seinen Ursprung hatte.
Rebentisch pflegen ihren Stil und ihren Sound ganz bewußt und so steht dieses
Album voll und ganz in der Tradition früherer Veröffentlichungen der Band
(die im übrigen mittlerweile restlos vergriffen sind). Dabei wird erneut
viel Wert auf die deutschsprachigen dunklen Texte gelegt, in denen es meist
um die klassischen Themen menschlicher Existenz geht. Leben und Tod
- und alles was sich damit verbindet. "Herz zerrissen" ist eines der lyrisch
anspruchsvollsten Alben dieses Jahres. Die Songtexte werden nicht nur
rezitiert, sondern gefühlvoll von Sven Rebentisch gesungen - eine interessante
Alternative zu anderen Künstlern und Bands des Genres. Mut zum Experimentieren
beweisen Rebentisch schlueßlich zum Schluß der CD. Hier finden sich gleich
drei Remixe, die elektronischer klingen als bisherige Rebentisch
Songs und auch Clubqualitäten aufweisen - allen voran das Lied "Neongift",
welches treibend und druckvoll von Cabo de Gata remixt wurde. "Herz
zerrissen" ist ein Kleinod, das seinen Hörer wahrlich in den Bann zieht.
Anspieltips: "Angst", "Reissende Gedanken", "Neongift". Fazit: Anhören!
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