Parade Ground
Rosary
 |
Wertung: (5/7) Monden
(Sleep Walking Records) |
Rosary ist das neue Album von Parade Ground, produziert von
Patrick Codenys (Front 242). Die Band existiert mittlerweile bereits
mehr als 20 Jahren und blickt zurück auf zahlreiche Veröffentlichungen
und eine umfangreiche Discographie. Seit der ersten Single "Moan
On The Sly" im Jahr 1983 war Parade Ground immer eine Band,
die gerne mit Samples, Sounds und Noises experimentierte und
düstere mysteriöse Musik daraus zauberte. Parade Ground gehören
zu den Urvätern des Industrial und ihre belgischen Wurzeln lassen
sich auch auf ihrem neuesten Album Rosary nicht leugnen - ein
Werk, das von seiner Vielschichtigkeit und dem Mut zu experimentellen
Klängen lebt! Beeinflußt von dem französischen Film
der 30`er Jahre und dem Geschichtswerk der Dadaisten entstand
im Laufe der Jahre von Parade Ground ein Gesamtkunstwerk.
"Man muß die Musik wie das Leben behandeln ...
Wie eine Wunde ... Eine Verletzung ... Es muss herauskommen ...
die ganze Wut ..." (Parade Ground) Diese Aussage von Parade Ground
ist exemplarisch für ein Album das versucht Angst, Wut, Agression
und andere düstere emotionale Zustände musikalisch
fassbar zu machen. Rosary ist Essenz all dessen, was Parade Ground
sind und waren, Rosary ist aber auch ein wirklich anspruchsvolles
avantgardistisches Gesamtkunstwerk - eine intelligente und anspruchsvolle
musikalische Collage die 30 Songs umfasst und absolut zeitlos klingt.
Klangstrukturen bilden sich hier ständig aufs Neue und erzeugen eine
Vielschichtigkeit der Gesamtsounds. Das ist zugleich spannend,
herausfordernd aber auch auch beängstigend. Parade Ground zeigen
uns wozu Musik fähig sein kann. Anspieltips: Windfall,
Rosary III, Happy At All, Europe Side Down. Fazit: Geniales Gesamtkunstwerk!
|