Orplid
Greifenherz
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Wertung: (6/7) Monden
(Auerbach Tonträger / Prophecy Production) |
Das vierte Studioalbum von Orplid ist eine gelungene Mischung aus alt und neu.
Orplid gelingt mit Greifenherz den kalten bedrohlichen Sound der ersten
Alben mit dem späteren Stilwechsel hin zu melodievollen wärmeren
Arrangements - wie etwa bei Sterbender Satyr - auf neuartige Weise
zu verbinden. Zweieinhalb Jahre dauerte es bis zu dem Nachfolger von "Sterbender
Satyr". Greifenherz ist ein Album voller Pathos - leidenschaftlich und emotional
werden die Tiefen der menschlichen Seele ausgelotet. Eine kalte Atmosphäre erwartet
den Hörer, die geprägt ist von Endgültigkeit und grauer Tristess - im positiven
Sinne! Lichtblick in der Finsternis Orplids ist erneut Sandra Fink, die
es versteht mit ihrer Stimme einen wunderbaren Kontrast zu dem
Sound des Duos Uwe Nolte (Texte, Bilder) und Frank Machau (Instrumente,
Gesang) zu setzen. So erklingt denn eine sinistre Kaminstimmung, wenn
sie ihre Stimme erhebt, wie etwa bei dem Song "Totenesche" oder dem
wirklich wunderschönen Song "Traum vom Blashyrkh", das der norwegischen
Black-Metal-Band Immortal gewidmet ist. Noltes Texte handeln diesmal von
Krieg, Tod und Zerfall und spiegeln zeitlos die Geschichte menschlichen
Versagens in ihrer reinsten Form wieder. Wo bleibt die Liebe in dieser finsteren
Welt? Wo die Hoffnung? Anspieltips: "Traum vom Blashyrkh", "Totenesche",
"Luzifer". Fazit: Absolut empfehlenswert!
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