Archiv
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Metallspürhunde Amokmensch


Wertung: (7/7) Monden

(Danse Macabre / Alive)


Metallspürhunde sind zurück! In diesen Tagen veröffentlicht die Schweizer Band ihr neues Album Amokmensch, dass es wirklich in sich hat! Voller Energie präsentiert die Band auf ihrem zweiten Album einen Sound, der Neue Deutsche Härte mit Industrial und 80`er Elektronik kombiniert. Harte Gitarrenriffs prägen vornehmlich den Sound dieses Albums und schneiden sich tief in die hintersten Winkel des Gehirns des Höres. Ebenso hart sind die textlichen Aussagen der Band. Zeitkritisch und gesellschaftlich aussenstehend beleuchtet Metallspürhunde hier die Lebenssituation des Menschen im 21.Jahrhundert - der Amokmensch ist der zentrale Gedanke des Albums und handelt vom Individuum, das in unserer heutigen - mittlerweilen globalen Ellenbogengesellschaft - sich selbst verliert. Ein typischer und wohl auch der beste Song dieses Albums ist denn auch "Obszöne neue Welt" - wobei der Titel allein schon alles aussagt. Ausbeutung der Tierwelt, manische Leibessucht, globaler Kapitalismus und die emotionale Reduktion des Menschen und deren Folgen wie Aggression und Zorn - sowie einem Gefühl der Unabänderlichkeit des Weges hinab in noch finstere Abgründe sind die Hauptschwerpunkte dieses Albums Fehlte im Vergleich zu dem Debut der Band "Blut & Spiele" gelegentlich etwas Dynamik und der Impuls nach vorne so ist bei "Amokmensch" eine deutliche Verbesserung zu sehen. Metallspürhunde gelingt ein dynamisch energiegeladenes soundtechnisch perfektes Werk zu präsentieren, dass rundrum zu überzeugen weiß - nicht zuletzt wohl aufgrund der Tatsache, dass die Abmischung im hauseigenen Danse Macabre Studio vorgenommen wurde. So kann gleich mehreren Songs das Prädikat "clubtauglichkeit" attestiert werden, allen voran "Obzöne neue Welt" und "Der Weg zu zweit". Ein Album das zum Nachdenken anregt und zurecht das folgende Fazit erhält. Fazit: Album des Monats Februar 2006.