Krachwerk
Tod der Masken
 |
Wertung: (3/5) Monden
(KW) |
Martialische Klänge und harten Gitarrenriffs sind auf dem
Debüt-Album "Tod der Masken" von Krachwerk zu hören.
Die Musik des Duos Dirk Polney (Synthies, Programmierung,
Gesang) und Thomas Ernst (Gesang, Gitarre, Bass) geht in
Richtung härteren Deutschrock. Mit Songs wie "Bestimmer
des Schicksals" oder "Stimme der Wiedergeburt" lassen
es Krachwerk gleich zu Beginn richtig krachen. Dies ist
keine Musik, die gefallen will, sondern die auch unangenehm
und kritisch sein möchte. Dies nicht zuletzt durch die Texte
des Duos, die gesellschaftskritisch Klischees (auch Szeneklischees)
beleuchten und hinterfragen. Ernste Songs wie "Todesangst"
oder "Schlaf ist das Gift" zeigen eine gewisse Reife und
eine Auseinandersetzung mit den Texten dieser Band führt
zu der ein oder anderen Erkenntnis und kann durchaus
dazu beitragen den eigenen gedanklichen Kosmos zu erweitern.
Soundtechnisch ist das Album teilweise gelungen, teilweise
aber auch leider nur Durchschnitt. Bei manchen Songs fehlt
einfach die Brillianz und Klarheit und dann hört es sich mehr
nach Demo an wie nach CD Produktion. Hier sollten Krachwerk
für ihr nächstes Album dran feilen. Dieses wird sicher kommen,
keine Frage, denn Krachwerk scheinen noch über ein
größeres Potential zu verfügen, als sie es sich auf ihrem
Debüt hier und da bewußt sind. Anspieltips: Stimme der
Wiedergeburt, Todesangst, Revolution, Schlaf ist das Gift. Fazit:
Antesten. |