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Hyios Consuetudines


Wertung: (6/7) Monden

(Malignant Records)


Düstere albtraumhafte Soundsequenzen - verstörende unwirkliche Klänge aus der Finsternis - dem Soundtrack eines nie vollendeten Horrorfilms angemessen - diese Beschreibung trifft wohl am ehesten zu auf das neueste Werk von Hyios. Unter dem Titel Consuetudines veröffentlicht die Leipziger Band ein Album, das einen mitnimmt auf eine Reise in ungeahnte melodische Welten voller Kälte und Finsternis. 7 episch in die Länge gezogene Songs finden sich auf dieser wunderschön gestalteten Digipak CD - 7 mal Finsternis und absolute Schwärze. Songs wie "Tephra", "Algor" oder "Aquila" jagen einem wirklich Schauer über den Rücken - ich hatte beim Anhören dieses Albums seit langem mal wieder richtig schön Gäsehautfeeling bekommen! Mit ihren kalten rituellen Sounds und archaischen Grundklängen stehen Hyios voll in den Ganz in der Tradition von Bands wie sie etwa in den 90`er Jahren bei Cold Meat Industry zu finden waren. Hyios befinden sich selber so scheint es mit Consuetudines auf einer langen Suche - auf der Suche nach Klängen längst vergessener Zivilisationen, die Magie und die Morbidität des Lebens bejahend und zugleich hinterfragend. Es ist Musik, die an den Grundfesten der herkömlichen Tonleiter rüttelt und jeglich Harmonielehre ad absurdum führt und eine musikalische Welt zeigt bevor der Mensch diese in logische Bahnen lenkte. Für ein Debüt Album ist Consuetudines wirklich großartig gelungen und man sollte sich schnell ein Exemplar dieser Scheibe sichern ,da das Album nur auf 900 (!) Exemplare limitiert ist. Anspieltips: Tephra, Algor. Fazit: Prädikat besonders wertvoll!