HIV+
Rotten Beat Manifesto
Industrielle Klänge härterer Gangart, dass ist die Musik
von HIV+, die es auf ihrem neuesten Album "Rotten Beat Manifesto"
wieder so richtig krachen lassen. Hinter HIV+ verbirgt sich
der Künstler Pedro aus Frankreich - in seinem eigenen Land
bereits als Electrogott gefeiert, schickt sich HIV+ nun an
auch die deutsche Clubszene zu erobern. Kompromissloser
wurde Noise und Electro in letzter Zeit auf keinem Album
umgesetzt als bei diesem Projekt. Das Ergebnis ist eine
Sammlung dunkler düsterer musikalischer Albträume, die
100 % clubkompatibel sind. Tracks wie Illegal Tanz
oder Body Electric (eine Hommage an Nitzer Ebb),
werden schon bald die Szene in den Tanzburgen der
Nation zum Schwitzen bringen. Nur selten wird das
Tempo des Albums unterbrochen von dunklen
atmosphärischen Sphärenklängen. Dies erzeugt dann
einen Kontrast, der fast schon ein wenig psychotisch
wirkt - fühlte man sich vorher in einem großen Raum
voller Maschinen und anderer Klänge, erzeugt die
Ruhe eine drückende Stille. Doch gottlob sind diese
Momente nur kurz und bald beginnt wieder das Schrauben
und Drehen an den Reglern. Wer auf Musik wie
Sonar oder Sona Eact steht wird mit "Rotten Beat Manifesto"
sicher seine Freude haben. Und zum Schluß des Album war
ich froh, dass sich die Prophezeiung des CD-Coverbilds
nicht bewahrheitet hat - ich hatte noch meine beiden Ohren!
Anspieltips: "Illegal Tanz", "Body Electric". Fazit:
Geile Scheibe! Reinhören!
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