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Greta Ida Lunatic


Wertung: (5/7) Monden

(Beautiful Noise Records / Von Grafenwald)


Nachdem Greta Ida als Sängerin der Band Die Untoten in der Vergangenheit schon viel Anerkennung bekam, geht die deutsch-ungarische Sängerin mit der zerbrechlichen Stimme zwischen Unschuld und Sünde dieser Tage eigene Wege. Mit ihrem Soloalbum "Lunatic" zeigt Greta Ida ganz neue und andere Facetten von sich und überrascht mit vielseitigen Klängen. Mal Country-like, mal Emo-Rock inspiriert stehen im Vordergrund melodisch rockige Klänge, die weich und zart die Stimme Greta Idas umschmeicheln. Lunatic ist sicher kein düsteres Album wie man es von ihrer Band Die Untoten gewohnt ist, sondern ein positives manchmal buntes und gar lebensbejahendes Werk, in welchem Greta Ida geheimnisvolle und anrührende Geschichten über ihre Heimat erzählt. Da ist der alte Kommunist, den sie in ihrer Heimatstadt Budapest an der Donau trifft, eine geheimnisvolle Göttin, die unter Schlangen lebt oder Greta Ida erzählt von der ersten wahren Liebe. Wieder zeichnet David A. Line hier für die musikalische Untermalung des ganzen, die Songs stammen aus seiner Feder - doch eben klingt alles ein bißchen anders und das ist auch gut so. Lunatic ist kein Album der Untoten und auch kein Album, das im entferntesten an Soko Friedhof erinnert, aber eben etwas wirklich eigenständiges neues von diesen beiden Ausnahmekünstlern. Einziger Wehmutstropfen: Es hätten ein paar Songs mehr sein können, denn mit sieben Stücken ist Lunatic eher eine EP, denn ein Album. Man darf gespannt, was wir von Greta Ida in Zukunft noch hören werden. Anspieltips: Lunatic, Black Widow, Budapest. Fazit: Ungewöhnlich und gut!