Falk Lenn
Windherz
Vor einigen Jahren gab es eine Bewegung, die sich
Todeskunst nannte. Berühmteste Vertreter dieser
Gattung waren etwa Das Ich, Goethes Erben,
Relatives Menschsein, Explizit Einsam oder Seelenfeuer.
Besonders die Band Seelenfeuer machte auch nach
dem Ende dieser Bewegung weiterhin von sich reden
und veröffentlichte mit ihrem Frontmann Falk Lenn
zahlreiche erfolgreiche Alben. Mit "Windherz" schickt
sich Falk Lenn nun an, solo den Weg von Seelenfeuer
fortzuführen. Dabei ist die "Windherz" der dritte
Teil einer Trilogie, die angelehnt an die Jahreszeiten
mit "Wintergeist" ihren Anfang nimmt und mit
"Weinmond" eine Fortsetzung erfährt. Im jetzt als
erstes veröffentlichtem Debut des Künstlers Falk Lenn
erfährt also der Hörer bereits das Ende der Geschichte.
Die CD gibt einen tiefen Einblick in die Gedankenwelt des
Künstlers Falk Lenn. Offen und ehrlich werden
Gefühle und Emotionen präsentiert und musikalisch
verarbeitet. So entsteht eine ganz besondere Form
des Erlebnishörens. Der Hörer wird unweigerlich zu
einem Teil des Geschehens, reflektiert das gedachte
und gesprochene Wort in sich und emotionalisiert selbst.
Die zehn Songs des Albums sind allesamt sehr gut
produziert - und musikalisch angelehnt an frühere
Seelenfeuer Veröffentlichungen - ein bißchen
Synthie-Pop hier eine Brise Dark Wave da und
etwas Gothic reichern das Mahl des Falk Lenn an,
der es gekonnt versteht die z.T. durchaus anspruchsvollen
Sprechgesangspassagen gekonnt zu meistern.
Anspieltips: "Ödnis", "Stille Angst" und
"Spiel der Sehnsucht". Fazit: "Windherz" ist ein
romantisch verträumtes nachdenklicken deutschsprachiges
Werk und gleichzeitg ein gekonntes Solodebut
von Falk Lenn. Wer auf Bands wie Goethes Erben
oder Explizit Einsam steht wird sicher auch Falk Lenn
sehr interessant finden.
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