Advocatus Diaboli
Sterbend durch die Sonne
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Wertung: (6/7) Monden
(Sonorium) |
Advocatus Diaboli existieren bereits seit 1996 und seit dieser Zeit arbeitete
die Band konsequent an ihrem eigenen Stil, der deutschsprachigen Gothicrock
mit Darkwave und Klassikelementen kombiniert. Der Begriff Advocatus
Diaboli stammt aus dem Kirchenrecht des 17.Jahrhunderts und bedeutet
soviel wie "Anwalt des Teufels" - ein Begriff für Geistliche, die im Rahmen
einer Heiligsprechung Gründe suchten, diese zu verhindern. Treibend
und pulsierend erklingt die Musik von Advocatus Diabolis aus meinen Boxen
und ich muß gestehen: das letzte Mal, als ich von der Band etwas
hörte (das war zu ihrer Gründungszeit), waren Advocatus Diaboli
durchaus ruhiger. Auf "Sterbend durch die Sonne" entzündet die
Band ein musikalisches Feuerwerk an Gothicklängen, der Puls der Band
ist um einiges schneller geworden - und der Sound transparenter.
Tanzbare treibende Beats und rockige klare die Luft schneidende
Gitarren machen Lust und Laune sich der Musik von Advocatus
Diaboli zu öffen - kein depressiver Weltschmerz findet sich hier sondern
nachdenkliche und gehaltvolle Songs, die vom Leben und von Zwischenmenschlichem
handeln. Die Musik von Advocatus Diaboli lebt auf "Sterbend durch die
Sonne" vor allem von dem gesanglichen Gegensatz zwischen markantem
männlichem (Thomas Jäkel) und betörend weiblichen - gar verführerischem - Gesang
(Sonja Stöbling). Dabei ist der Titelsong "Sterbend durch die Sonne" des Albums wirklich herausragend und sprengt die eignenen Grenzen von Advocatus Diaboli.
Aber auch Songs wie "Winterglut" und "Verführe mich" gefallen sehr
gut und könnten durchaus ds Zeug dazu haben in den Clubs der Republik
gespielt zu werden. Also, was will man mehr? Allen Fans von modernem
anspruchsvollem Gothicrock sei mehr als nur ein Ohr für diese Band empfohlen!
Anspieltips: "Sterbend durch die Sonne", "Winterglut". Fazit: Mehr davon!
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