Adversus
Einer Nacht Gewesenes
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Wertung: (6/7) Monden
(Sonorium) |
Nach ihrem sehr erfolgreichen Debut "Winter So Unsagbar Winter" veröffentlichen
die Schwarzromantiker von Adversus dieser Tage das Nachfolgealbum
"Einer Nacht Gewesenes". Erneut dringt die mittlerweile auf 7 Leute
angewachsene Band um Sänger Rosendorn tief in die musikalischen
Gefilde vor und bedient sich dabei mittelalterlichen, neoromantischen,
und neoklassischen Klängen und fusioniert diese mit Gothic Electrosounds.
Im Vordergrund ist weiterhin bei Adversus die Sprache - meisterhaft vorgetragen
von Rosendorn und stimmlich ergänzt durch Susanne und Tyrae. "Einer
Nacht Gewesenes" klingt noch komplexer als das Debutalbum der Band
und dies ist ganz bewußt so gewollt. Adversus wollen in ihren Songs den
Hörer mit musikalischen Reizen überfluten! Gedanken, Gefühle und
Emotionen wechseln sich schnell miteinander ab, verschiedene Ryhtmen,
Tempi und Breaks führen dazu, dass man das Gefühl hat, man befindet
sich auf einer schnellen wirren Reise durch die Gedankenwelt Rosendorns
und seiner Mitmusiker. Dabei wirkt es manchmal schon fast überzogen wie
Rosendorn sich den Schmerz von der Seelen schreit. Durch Gastmusiker
und Dudelsackspieler Thomas Zöller gewinnt der Sound von Adversus
in jedem Fall weiter an musikalischer Dichte und stellt den Bezug zu
Mittelalterlichen Klängen her. Thematisch widmet sich Rosendorn in
seinem neuen Musikwerk dem Wechselspiel zweier in die Welt geworfener
Seelen - es geht um Zwischenmenschliches Erleben - sich finden und
sich wieder verlieren in einer Nacht. Tragisch und voller Zeitlosigkeit
wie es so oft in unserer Welt geschieht! Die CD erscheint in einem
hochwertigen DVD-Jewelcase mit 24-seitgen Booklet und erneut hat
Rosendorn selber Hand angelegt an die graphische Gestaltung.
So wird "Einer Nacht Gewesenes" zu einer Art medialem Gesamtkunstwerk
- einer Fusion aus Lyril, Musik und Optik. Adversus werden mit
"Einer Nacht Gewesens" sicher viele neue Fans - sicher auch aus
dem Mittelalterbereich gewinnen. Und für Fans von Schwarzromantischen
Klängen ist diese Band sowieso unverzichtbar. Anspieltips: Dämmerung,
Die Letzte Glocke. Fazit: Wunderschön.
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